Shimano bringt Q'AUTO auf den Markt: Automatisches Di2-Schaltsystem für Pendler und Freizeitfahrer

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Werbebild des selbstangetriebenen automatischen Schaltsystems Di2 Shimano Q'AUTO. Es zeigt rechts einen Radfahrer auf einem Stadtrad und links eine technische Explosionsansicht der Antriebskomponenten, einschließlich Gängen, Umwerfer und elektronischem Steuerchip.

5. Juni 2025 – Sakai, Japan Shimano hat Q'AUTO vorgestellt, ein neues automatisches Schaltsystem auf Basis der bewährten elektronischen Di2-Plattform. Es soll das Schalten für Alltagsradler intelligenter und einfacher machen. Damit macht das Unternehmen die Vorteile der elektronischen Schaltung – einst High-End-Rennrädern und Mountainbikes vorbehalten – nun auch für Pendler, Familien, E-Bike-Nutzer und alle, die die Vorteile von Shimano Q'AUTO nutzen möchten, zugänglich.

Vereinfachtes Fahrerlebnis

Q'AUTO wurde für einen Hauptzweck entwickelt: manuelle Gangwechsel überflüssig zu machen, sodass sich der Fahrer voll und ganz auf die Fahrt konzentrieren kann. Egal, ob Sie durch die Hügel der Stadt pendeln oder gemütlich auf Radwegen radeln, das Shimano Q'AUTO-System überwacht kontinuierlich Trittfrequenz und Geschwindigkeit und wählt automatisch den optimalen Gang, ohne dass der Fahrer auch nur eine Taste drücken muss..

Laut Shimano basiert das System auf der Nexus Inter-5-Getriebenabe, einer robusten Plattform, die bereits bei E-Bikes beliebt ist. In Kombination mit Shimanos elektronischer Di2-Schaltung und einem adaptiven Steuerungsalgorithmus passt Q'AUTO die Schaltung in Echtzeit an Gelände und Fahrereingaben an.

„Wir haben Q'AUTO entwickelt, um eines der Haupthindernisse zu beseitigen, das den Spaß am Radfahren behindert: die Komplexität des Schaltens“, sagte Koji Takabayashi, Senior Product Manager bei Shimano. „Mit diesem System gibt es keine Lernkurve, und man vergisst nie wieder, an einer roten Ampel herunterzuschalten. Das Fahrrad übernimmt das Denken für Sie.“

Hauptmerkmale von Q'AUTO

  • Vollautomatisches Schalten: Gangwechsel werden automatisch über Sensoren durchgeführt, die Trittfrequenz und Geschwindigkeit messen.
  • Nexus Inter-5 Hub-Integration: Optimiert für elektrisch unterstützte Stadtfahrräder, bietet sanfte und zuverlässige Gangwechsel.
  • Anpassbares Schaltverhalten: Fahrer können den Schaltzeitpunkt über die mobile E-Tube-App von Shimano feinabstimmen und Präferenzen wie Trittfrequenzschwellen festlegen.
  • Geringer Wartungsaufwand: Geschlossene Getriebenabe und abgedichtete elektronische Komponenten sind für den täglichen Einsatz bei unterschiedlichen Wetterbedingungen ausgelegt.
  • E-Bike-Kompatibilität: Zunächst verfügbar für E-Bikes mit Shimano STEPS-Antriebseinheiten, zukünftige Erweiterungen sind geplant.

Fokus auf den Markt für urbane Mobilität

Shimanos Schritt spiegelt einen breiteren Wandel in der Fahrradbranche hin zu intelligenten, benutzerfreundlichen Technologien für weniger ambitionierte Radfahrer wider. Laut dem Verband der Europäischen Fahrradindustrie (CONEBI) stiegen die E-Bike-Verkäufe in Europa im Jahr 2024 um 8,61 Milliarden Tonnen, wobei über 5,5 Millionen Einheiten verkauft wurden. Ein erheblicher Anteil dieser Verkäufe entfällt auf Stadt- und Pendlermodelle, bei denen Fahrkomfort und Benutzerfreundlichkeit oberste Priorität haben.

„Viele Menschen nutzen Fahrräder und E-Bikes als alltägliche Fortbewegungsmittel, aber nicht jeder möchte sich mit Übersetzungsverhältnissen oder effizientem Schalten vertraut machen“, sagt Hans Dekker, ein unabhängiger Analyst für urbane Mobilität aus den Niederlanden. „Shimanos Q'AUTO zielt genau auf diesen Mainstream-Markt ab, für den Komfort und Zuverlässigkeit am wichtigsten sind.“

Frühzeitige Einführung durch OEMs

Shimano hat bestätigt, dass mehrere OEM-Partner ab der zweiten Jahreshälfte 2025 mit Q'AUTO ausgestattete Modelle anbieten werden. Obwohl keine konkreten Marken genannt wurden, gehen Branchenkenner davon aus, dass das System in Europa und Japan – zwei der weltweit größten E-Bike-Märkte – eingeführt wird.

Die Produktion konzentriert sich zunächst auf 5-Gang-Nabenschaltungen für Mittelmotor-E-Bikes mit Shimano STEPS-Motoren, wie beispielsweise der E6100- und EP6-Serie. Weitere Kompatibilität mit nicht-elektrischen Citybikes oder Vorderradnabenmotoren könnte in zukünftigen Produktzyklen folgen.

Die Technologielücke schließen

Die Einführung von Q'AUTO könnte auch eine Reaktion auf die wachsende Konkurrenz durch andere intelligente Schaltlösungen sein, darunter das stufenlose Getriebe AUTOMATiQ von Enviolo und das Smart System mit automatischer Gangwahl von Bosch. Shimano hat jedoch aufgrund seines vertikal integrierten Ökosystems und seines globalen Support-Netzwerks einen deutlichen Vorsprung bei der OEM-Akzeptanz.

Obwohl Q'AUTO manuelle oder halbautomatische Di2-Systeme nicht ersetzen wird, stellt es einen wichtigen Schritt zur Demokratisierung von Hightech-Schaltungen dar. Für Gelegenheitsfahrer, die einfach von A nach B kommen wollen, ohne mit Hebeln herumzufummeln, ist der Reiz klar.

Ausblick

Shimanos Vorstoß in die automatisierte Schaltung von Fahrrädern für den Massenmarkt ist nicht ohne Beispiel – Automatikgetriebe gibt es in verschiedenen Ausführungen schon seit Jahrzehnten. Doch mit moderner Elektronik, kompakten Sensoren und dem Aufstieg der vernetzten Mobilität könnte Q'AUTO dort erfolgreich sein, wo frühere Versuche scheiterten.

Das Unternehmen hat die Einzelpreise für Q'AUTO noch nicht bekannt gegeben. Es wird jedoch erwartet, dass es mit Kompletträdern im Preisbereich von 2.000 bis 3.000 Pfund angeboten wird. Mit zunehmender Verbreitung des Produkts könnten die Preise sinken, sodass es zur Standardausstattung bei Stadträdern der Mittelklasse wird.

Abschluss

Q'AUTO zeigt, dass Shimano erkannt hat, dass die Zukunft des Radfahrens – insbesondere des urbanen Radfahrens – in Einfachheit, Automatisierung und nahtloser Integration liegt. Für Alltagsradler, denen Komfort wichtiger ist als Komplexität, ist dies möglicherweise die bisher intelligenteste Entwicklung.

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